Open Source Festival
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Open Source Festival
Die idyllisch gelegene Galopprennbahn im Grafenberger Wald ist die perfekte Location für ein perfektes Sommerfestival – mit drei Bühnen mitten im Grünen. Dort findet im Juli das Open Source Festival statt: DIE Plattform für Zustände und Perspektiven aktueller Club- und Popkultur – offen und vielfältig, dynamisch und innovativ, experimentell und substanziell.
Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist nicht nur Veranstaltungsort des eintägigen Open Source Festival (OSF), sondern gleichzeitig künstlerische Inspiration und eine bedeutende Quelle für dessen Programm. Düsseldorfs Kreativszene lebt und bewegt und ist ein bedeutendes Beispiel dafür, dass Musik und Kunst gemeinsam neue Wege beschreiten können.
Kaum in einer anderen Stadt ist die Verflechtung von Musik und bildender Kunst so stark und hat bereits so viele namhafte Künstler hervorgebracht. So ist es nicht erstaunlich, dass der international bekannte Düsseldorfer Fotograf Andreas Gursky ein Freund und Unterstützer des Festivals ist. Bereits in den 80er Jahren platzierte sich Düsseldorf vor allem durch die Musik von Kraftwerk sowie die wesentliche Mitgestaltung der „neuen Deutschen Welle“ durch Bands wie Fehlfarben oder Andreas Dorau weltweit als Heimat neuer popmusikalischer Konzepte.
In den 90er Jahren griffen Bands wie Mouse on Mars oder Kreidler diese Motivation auf und begannen die Nähe zur bildenden Kunst zu suchen. Elektronische Musik in allen Facetten hat in Düsseldorf eine lebendige Tradition, die bis zu den Fluxus Konzerten von Joseph Beuys und Nam June Paik in die 60er Jahre zurück reicht. „Aktuelle elektronische Musik aus Düsseldorf genießt mittlerweile weltweit einen hohen Stellenwert“, sagt Stefan Schneider, Musiker und Lehrbeauftragter an HfG Karlsruhe sowie an der KHM Köln für Musik und bildende Kunst. „Leider bildet sich dieser erfreuliche Stellenwert nicht immer im Geschehen dieser Stadt ab.“ Die Veranstalter sehen sich dieser Tradition verpflichtet und haben mit dem OSF eine neue Plattform geschaffen. Wichtig ist dem künstlerischen Leiter des Festival, Philipp Maiburg, dass das Festival nicht die Vergangenheit aufgreift, sondern eine neue Plattform für das JETZT der Szene bietet. „Ziel ist es, die Landeshauptstadt Düsseldorf sowie die umliegende Region als Standort und Treffpunkt für popkulturelle Strömungen und Trends in der internationalen Musiklandschaft wieder neu zu positionieren.“ 2009 fanden fast 4.000 Gäste – zum Teil aus Österreich, der Schweiz sowie den Benelux Ländern – ihren Weg zum OSF und konnten dort über 35 Bands, DJs und Soundsysteme erleben.
Neue Trends kommen aber nicht nur von den Großen und Bekannten, sondern werden auch auf der „Young Talent Stage“ erprobt. Getragen vom Open Source Gedanken – offene Quelle – entwickeln die Veranstalter jedes Jahr erneut sowohl das Musikprogramm als auch das Rahmenprogramm des Festivals. „Wir legen besonderen Wert auf aktuelle Trends und versuchen so, ein modulares Festivalprogramm zu schaffen, dass einer lebendigen Kultur gerecht wird“, so Maiburg. Und zu der Kultur, von der Maiburg hier spricht, gehört neben der Musik eben auch die moderne Kunst, Design und Mode. „Musik steht schon lange nicht mehr für sich alleine, sondern ist eng verwoben mit anderen Sparten.“ So entwickeln Medienkünstler zu gespielten Rhythmen exakt abgestimmte bewegte Bilder, auch die Mode ist längst ein Ausdruck einer musikalischen Zugehörigkeit oder Verständnisses geworden und hochwertig designte Plattencover werden zu Sammelobjekten. Die Kunst findet sich somit auch direkt im Rahmenprogramm des OSF wieder – Düsseldorfer Galerien, Modelabels, Video- und Medienkünstler zeigen ihre Verbindung zur Musik.



















