Universum
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Die Architektur des Universum Bremen
Dem Bremer Architekten Thomas Klumpp ist es nicht nur gelungen, Assoziationsvielfalt zu provozieren, sondern die Idee eines Science Centers, nämlich neugierig zu machen und zum Staunen anzuregen, auch außerhalb des spektakulären Gebäudes zu tragen.
In einer vergleichsweise kurzen Bauzeit von anderthalb Jahren wurde das Science Center zwischen Frühjahr 1999 und der Eröffnung am 9. September 2000 fertig gestellt. Dabei wurden 6000 Kubikmeter Beton, tonnenschwere Stahlträger und leichte Holzkonstruktionen verarbeitet. Seine charakteristische, silbrigglänzende Optik erhielt der an einen Wal erinnernde Bau dank einer Außenhaut aus 40.000 Edelstahlschindeln. Das Center streckt sich 27 Meter in die Höhe, 22 Meter in die Breite und 70 Meter in die Länge.
Die SchauBox ergänzt die innovative Architektur des Science Centers durch eigene klare Akzente. Die schlichte, klassische Würfelform des Gebäudes mit seiner Fassade aus rostrotem Cortenstahl erzeugt einen spannenden Kontrast. Das erste Obergeschoss zeichnet sich durch eine Deckenhöhe von über sechs Metern aus. Dadurch bietet die dortige Sonderausstellungsfläche Raum für faszinierende Mikroarchitektur. Idee, Entwurf und Realisierung der SchauBox stammen vom Bremer Architektenbüro Haslob Kruse + Partner, welches sich bei einem europaweiten Wettbewerb als Sieger durchsetzte. Die Architekten entwarfen auch den Turm der Lüfte, der nicht nur konzeptionell, sondern auch architektonisch europaweit einmalig ist. Er besteht aus verzinktem Stahl und einer Holzverschalung aus sibirischer Lärche. Beim Aufstieg über Innen- und Außentreppen überraschen gläserne Sichtböden die Besucher, die hierdurch ungewohnte Perspektiven einnehmen können. Hierdurch steht der Turm auch als Sinnbild für die oft geforderte Transparenz der Wissenschaft. Nach Einbruch der Dunkelheit wird der Turm fantasievoll illuminiert. Sehr markant ist außerdem, dass der Turm in sich gedreht ist und die oberste Aussichtsplattform um 30 Grad versetzt zum Fundament steht. Eine Tatsache, die dem Bauwerk in manchen Besucherkreisen bereits den Spitznamen „Der verdrehte Turm von Bremen“ eingebracht hat.











