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Wolfsburg

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phæno Wolfsburg: Architektur erleben
Zaha Hadids Experimentierlandschaft

Der avantgardistische Entwurf Zaha Hadids für das Wolfsburger phæno ist Realität geworden. Nach mehr als vierjähriger Bauzeit wurde der mit vielen Konventionen brechende Baukörper am 24. November 2005 seiner Nutzung übergeben und am 25. November 2005 für das Publikum geöffnet. Nur mit Hilfe modernster Spezialbaustoffe konnte ein internationale Team die räumlichen Vorstellungen der Pritzker-Preis-Trägerin in gebaute Wirklichkeit umsetzen.

Zaha Hadids von konischen Füßen getragene und sublim beleuchtete Ausstellungshalle ging im Jahr 2000 aus einem internationalen Wettbewerb eindeutig als Siegerprojekt hervor. Die Londoner Architektin hat für phæno einen beeindruckenden Baukörper entworfen, der hoch über der Straße thront. Er gibt den darunter liegenden Raum als neuartigen Stadtraum frei und gestaltet ihn als eine überdeckte künstliche Landschaft mit sanften Hügeln und Tälern. Im Innern, in sieben Metern Höhe, entfaltet sich ein bauliches Abenteuerland, geformt aus Kratern, Höhlen, Terrassen und Plateaus, der spannende Ort für 250 Phänomene zu Themen aus Naturwissenschaft und Technik.

Der avantgardistische Architekturentwurf forderte eine bauliche Umsetzung, die nicht in herkömmlichen Kategorien von Stützen, Balken und Decken denkt, sondern eine skulpturale, plastische Formgebung “aus einem Stück” verlangt. Die Bewältigung solcher Gebilde war mindestens ebenso sehr eine logistische wie eine statische und konstruktive Leistung. Im Gegensatz zur verbreiteten standardisierten Betonbauweise, meist unter Verwendung von ebenen Schalungssystemen, zeichnet phæno eine Fertigung mit weitgehendem Einsatz von individuell hergestellten Schalungselementen und speziellem Ortbeton aus. phæno ist der bislang größte in “Selbstverdichtendem Beton” (SVB) ausgeführte Bau in Europa und wird deshalb als Referenzobjekt von Bedeutung sein. Ohne den neuartigen Spezialbeton wäre die vielfältige Formenwelt von phæno nur schwer realisierbar gewesen. Als Pionierarbeit schrieb das Projekt Technikgeschichte.

phæno, ebenso Freizeiteinrichtung wie Ort informellen Lernens, gehört zur internationalen Gattung der Science Center. Das kommunale Projekt öffnet mit einer Aktionsfläche von über 9.000 qm direkt neben dem ICE-Bahnhof, gegenüber der Autostadt von Volkswagen. Die Gestalt ist Programm: Die Welt von phæno kennt keine klaren Grenzen, seine bewegte Landschaft weckt Lust am Entdecken. Sie ist gebaute Bewegung, gebaute Neugier. “Lust an Entdeckungen” – das innovative Wolfsburg bekommt hier ein neues Wahrzeichen.

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Alle stattfindenden Events im phæno finden Sie hier www.phaeno.de/veranstaltungen.html